Häufig gestellte Fragen
Auf dieser Seite finden Sie zwei Fragenkataloge:
- Fragen über Gott und die Kirche
- Fragen aus dem Pfarreileben
- Fragen über Gott und die Kirche
Im Gespräch mit Menschen werden immer wieder
Fragen über Gott, Glaube und Kirche gestellt. Im Folgenden finden Sie Statements
von Karl Veitschegger (Mitarbeiter des Pastoralamtes der Diözese Graz-Seckau,
verantwortlich für röm. kath. Glaubensinformation und
Kirchenaustritte/Wiedereintritte).
Diese können Ihnen vielleicht in Ihrem
Nachdenken und Suchen weiterhelfen ...
In Bezug auf Sakramente/Sakramentenvorbereitung
verweisen wir Sie auf die Rubrik "Sakramente" dieser Homepage.
Auf andere Fragen, die oft gestellt werden, finden Sie ebenso Antwortversuche
von Mag. Karl Veitschegger unter diesem Link:
www.members.surfeu.at/veitschegger/artikel.htm
Falls Sie eine Frage haben, die hier nicht beantwortet wird, können Sie sich
gerne an Gabi Ceric, Pfarreibeauftragte, wenden:
gabi.ceric@bluewin.ch
Vorwort: "Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist, und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht allen so. Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rührt, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an Gott glaubst, an den du früher glaubtest, so rührt es daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich bemühen, besser zu begreifen, was du Gott nennst. Wenn ein Wilder an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, so heisst das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass er nicht aus Holz ist." (Leo Tolstoi)
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"Ich brauche zum
Glauben keine Kirche!" Das mag derzeit Ihre persönliche Meinung sein. Aber lassen sich Glaube und Kirche wirklich auseinanderreißen? Wenn es keine Kirche gäbe, dann gäbe es auch keine Glaubensverkündigung, keine Seelsorge, keinen Sonntag, keine christlichen Feiertage, keine Sakramente, keinen Religionsunterricht usw. Ein trauriges Zukunftsbild! Wo die Kirche geschwächt wird, verdunstet mit der Zeit der Glaube und sehr oft auch die Bereitschaft zur Nächstenliebe. (Die Geschichte des ehemaligen Ostblocks ist hier sehr aufschlußreich.)
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"Mich hat
niemand gefragt, ob ich katholisch werden will."
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"Die
Kirche hat nichts mehr mit Jesus und der Bibel zu tun."
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"Die
Kirche hat früher viele Verbrechen begangen." |
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"Die
Kirche ist zu konservativ." |
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"Die Kirche ist frauenfeindlich. Frauen dürfen nur Kirche putzen" Es gibt zwar keine katholischen Priesterinnen, aber es stimmt nicht, daß Frauen nur zu "niedrigen" Diensten in der Kirche zugelassen würden, wie manchmal behauptet wird. Frauen arbeiten schon seit längerer Zeit als Theologinnen und Religionsprofessorinnen, sie leiten katholische Schulen, Bildungshäuser, Spitäler, Zeitungen usw. In Wien ist eine Frau Chefin der Erzbischöflichen Finanzkammer. In Rom wurde eine Frau Dekanin an einer Päpstlichen Universität. Es tut sich also einiges in der Frauenfrage. Und es wird sich in Zukunft noch mehr tun. |
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"Der Zölibat
ist heuchlerisch und macht die Kirche weltfremd!" |
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Karl Veitschegger, Pastoralamt der Diözese Graz-Seckau
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Fragen aus dem Pfarreileben:
Was passiert eigentlich mit dem
Heiligtag- und dem Beerdigungs-Opfer?
Sie werden „für die
seelsorgerlichen Aufgaben der Pfarrei“ verwendet, oder anders ausgedrückt für
alle Rechnungen, die vom Pfarramt bezahlt werden. Dazu gehören u.a. Aus- und
Weiterbildung der vielen ehren-amtl. Mitarbeiter; die Erstkommunion-kreuze,
traditionelle Ausgaben zur Förderung der Gemeinschaft (bei diversen Ausflügen;
Kinderhort), Ausgaben für Sternsinger- und Fastenopferaktion;
Geburtstagsgratulationen; Lagerbeiträge uvm. Alle Gelder, die in die diversen
Opferstöcke gegeben werden, sind zweckgebunden und werden für den je angegebenen
Zweck verwendet. Für jede Spende – ob ins Körbli oder in den Opferstock – möchte
„das Pfarramt“ einmal herzlich DANKE sagen. Sie ermöglichen, dass wichtige
Aufgaben unserer Kirche in dieser Weise wahrgenommen werden können.
(Gabi Ceric)
Warum werden
nicht mehr so viele Totenrosenkränze gebetet?
Früher war es üblich jeden Abend vom Endläuten bis zur Abdankung für den
verstorbenen Pfarreiangehörigen den Totenrosenkranz zu beten. Aus drei Gründen
wurde von dieser Praxis in der Regel Abstand genommen:
- Je nach Abdankungsform (Erdbestattung oder Urnenbeisetzung) kann es heute bis
zu einer Woche dauern (in Ausnahmefällen auch länger), bis die Abdankung
stattfindet.
- Zudem leben Angehörige mitunter nicht mehr im Dorf, sondern sind auswärts -
auch weiter weg - zuhause, sodass eine Anfahrt zum Totenrosenkranz mitunter als
Belastung angesehen wird.
- Manche Angehörige der Trauerfamilie haben keinen oder kaum einen Bezug zum
Rosenkranzgebet.
Im 1. Trauergespräch werden mit den Angehörigen in Rücksicht auf die Wünsche des
Verstorbenen und die Möglichkeiten der Trauerfamilie u.a. auch die
Totenrosenkränze abgesprochen und angekündigt. Es ist auch möglich, ein
Totenwachgebet durchzuführen.
Neben diesen offiziell angekündigten Gebetsstunden für den Verstorbenen wird für
ihn/für sie immer auch im gemeinschaftlichem Gebet gebetet (z.B. im täglichen
Rosenkranzgebet oder in der wöchentlichen Eucharistiefeier).
Es empfiehlt sich, auch diesbezüglich den Angehörigen eigene Wünsche frühzeitig
bekanntzugeben.
Kann man sich vom Religionsunterricht abmelden?
Der Religionsunterricht ist gemäss gültigem kantonalen Recht und Lehrplan für
Angehörige der röm.kath. Kirche ein schulischer Pflichtgegenstand. Aufgrund der
Religionsfreiheit, die in der Schweiz gilt, können Eltern ihre Kinder jedoch auf
Schuljahresbeginn aus Glaubens- und Gewissensgründen beim zuständigen
Pfarramt vom Religionsunterricht abmelden. Die Eltern tragen - gemäss ihrem
Versprechen bei der Taufe des Kindes - die letzte Verantwortung für deren
religiöse Unterweisung.