Ministranten
Mädchen und Knaben ab der 4. Klasse bilden die Ministrantenschar. Der Mesmer
führt die Neueingetretenen in den Dienst ein und ist für die Proben und Einsätze
verantwortlich. Die Aufnahme erfolgte in einem Sonntagsgottesdienst.
Zur Zeit sind ca. 40 Ministranten aktiv.
Internationale Ministrantenromwallfahrt 2010



Rheintaler Ministranten beim Internationalen Treffen in Rom
Anfang August versammelten sich über
fünfzig Tausend jugendliche Ministranten aus 16 Ländern in Rom. Papst Benedikt
XVI. lädt alle vier Jahre ein, sich auf die Wallfahrt zu den Apostelgräbern in
der ewigen Stadt zu begeben. Die Seelsorgeeinheit Blattenberg, zu denen die
Pfarreien von Oberriet, Rüthi-Lienz, Kobelwald, Kriessern und
Montlingen-Eichenwies gehören, war mit dreissig Jugendlichen vertreten.
Begleitet von Gabi Ceric, Jürgen Kaesler, Dajana Skaro und Meinrad Zünd erlebten
sie eindrucksvolle Tage in Rom. Das Motto der Jugendwallfahrt war „Aus der
wahren Quelle trinken“ und nahm damit ein Wort des Johannesevangeliums auf. „Aus
der wahren Quelle trinken, Lebenskraft schöpfen aus Gottes Hand. Aus der wahren
Quelle trinken, glauben an den, der den Tod überwand.“ hiess es im
Wallfahrtslied. Das dazugehörige Logo, das der Uznacher Pfarrer Michael Pfiffner
entworfen hat, befand sich auch auf dem dunkelblauen Gruppen-T’Shirt.
Neben dem Besichtigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten waren für die jungen
Rheintaler Dorfbewohner auch Erfahrungen des alltäglichen Lebens in einer
Grossstadt wie das Metro-Fahren oder die Suche nach einem Trinkwasser-Brunnen
dabei. Sie feierten die Sonntagsmesse in einer Pfarrkirche und besuchten die
Dormitilla-Katakombe am Stadtrand, sowie die Hauptkirchen Roms, wobei der
Petersdom ein besonderes Ereignis war.
Die Jugendlichen kamen auch mit ihren persönlichen Anliegen auf die Wallfahrt.
Fünf von ihnen nützten die Möglichkeit, die 39 Stufen der Santa Scala, der
heiligen Treppe, betend auf den Knien hinaufzusteigen. Wer sich die Mühe macht
und dies tut, der hat beim Blick nach oben zum Ende der Treppe stets das Bild
des gekreuzigten Jesus vor Augen. Mit Jesus leiden und für jene beten, die zur
Zeit leiden. Der Halt an der Santa Scala wurde so zu einer Besinnung für alle.
Am Dienstag Vormittag konnten die Jugendlichen zusammen mit dem Diözesanbischof
Markus Büchel und einer Gruppe aus St.Gallen-St.Georgen einen geführten
Spaziergang durch die Vatikanischen Gärten machen und so einen Einblick in das
Leben im Vatikan erhalten. Manch einer nützte die Möglichkeit, den Bischof
einmal näher kennenzulernen oder zumindest ein Erinnerungsfoto mit ihm zu
machen.
Am Dienstag Abend und Mittwoch Vormittag waren die offiziellen Treffen aller
Teilnehmenden auf dem Petersplatz angesagt. Wenn viele Menschen sich zur selben
Zeit an denselben Ort begeben, dann tut sich was: Menschenschlangen in der Metro
und auf den Strassen, sowie am Petersplatz gehören zu jeder ähnlichen
Grossveranstaltung einfach dazu. Gemeinsames Gebet und die Begegnungen so vieler
junger Menschen, die allesamt denselben Dienst in der Kirche tun, prägten die
Zeiten auf dem Petersplatz. Hilfreich war dabei, dass jeder Ministrant ein Tuch
in der jeweiligen Landesfarbe hatte. Dieses wurde in einer Münchner
Caritas-Werkstatt von Behinderten in Kooperation mit der Lebenshilfe
hergestellt. Dieses Tuch konnte während der Tage mit Ministranten anderer Länder
getauscht werden. So konnten Kontakte geknüpft werden – über die Landesgrenze
hinaus.
Der Höhepunkt der Wallfahrt war die Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI., der
mit Applaus und Jubel von den Jugendlichen willkommen geheissen wurde, und der
päpstliche Segen. Der Papst drückte seine Freude über die Teilnahme sovieler
Jugendlichen aus, die zum Grab des Ministrantenpatrons, dem Hl. Tarzisius
gekommen sind, und bedankte sich bei ihnen für ihren wertvollen Dienst in den
Pfarreien. Dieser Dienst erlaubt ihnen „besonders nahe beim Herrn zu sein und in
einer tiefen wirklichen Freundschaft mit ihm zu wachsen. Bewahrt diese
Freundschaft voll Eifer in eurem Herzen, so wie der Heilige Tarzisius …“
Am Abend wurden die Jugendlichen von der
Schweizer Garde erwartet und willkommen geheissen. Gardisten gaben Einblick in
die Geschichte und den Alltag der Schweizer Garde. Auch stellten die
Jugendlichen interessiert Fragen. So meinte ein Ministrant nach diesem Treffen
sogar: „Ich muss jetzt nur noch vier Zentimeter wachsen. Dann könnte auch ich
Schweizer Gardist werden.“ Es gibt aus dem Rheintal einige vor ihm, die sich
dazu entschliessen konnten.
Auch die freie Zeit und das Nachtleben kamen nicht zu kurz. Bekannte und belebte
Plätze wurden gerne dafür aufgesucht. Der letzte Tag war dem antiken Rom
gewidmet, dem Colosseum und dem Forum Romanum, bevor die Pilgergruppe die
Nachtfahrt zurück ins Rheintal in Angriff nahm, wo sie gut am Freitag Vormittag
eintraf.
Dank der Unterstützung der Kirchgemeindeverwaltungen und Pfarrämter konnten die
Jugendlichen bewegte Tage im Zentrum der katholischen Weltkirche verbringen und
für ihr Leben selbst „aus der wahren Quelle trinken“, so die Hoffnung der
Seelsorgenden.
Am 17. September findet ein Nachtreffen in Oberriet statt.
Eindrücke vom Ministrantendienst in unserer Pfarrei:
Bischof Markus Büchel überreicht Evi Grassi bei der Errichtung der
Seelsorgeeinheit Blattenberg die Pfarreikerze.
(Foto: Sabine Rüthemann)

Bei der Prozession am Palmsonntag:

Kontakt:
|
Der heilige Tarcisius (Statue im Kloster Einsiedeln, 2010 wird sie nach Rom
gebracht) ist der Patron der MinistrantInnen.
Ich trage dich, Christus,
ich trage dich, Brot,
in die Stadt.
Du weisst, dass sie krank ist,
und Hunger hat.
Hilf ihr, mein Christus.
Ich trag dich in mir
schon lange,
schon lang,
ein Leuchten wie Licht,
wie leiser Gesang.
Drum lauf ich und sing ich
und trag dich in mir.
Du trägst mich,
trägst Menschen und Welt
immer näher zu dir
in dem Brot hier
verborgen,
mein Christus!
Silja Walter