Seelsorge und Spiritualität

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu verschiedenen pastoralen Teilbereichen, sowie seelsorgerliche Angebote, die nicht in den anderen Kategorien aufgeführt sind. Ein Impuls/ein Text zu Beginn begleitet Sie durch das Kirchenjahr. Unter den Links finden Sie interessante Hinweise:

- Impuls/Besinnung
- Aktuelles in der Seelsorge/spirituelle Angebote
- Ort der Ruhe und Besinnung
- Sterbebegleitung/Beerdigung/Trauerbegleitung in unserer Pfarrei
 


IMPULS/ZUR BESINNUNG:
 

Ab und zu lohnt es sich mit einer Gelassenheit und Aufmerksamkeit durch das Dorf oder die Stadt spazierenzugehen. Nicht aus einer Neugierde heraus, was es wieder alles Neues gibt, wer welches Auto vor der Türe stehen hat oder was der aktuelle Trend der Gartengestaltung ist. Vielleicht kann es einmal auch eine Art geistliche Übung sein: ein Versuch, offen zu sein für das, was und wer mir in diesen Augenblicken entgegenkommt. Dadurch mache ich „die Schranken meiner Seele auf, damit der Gott des Unvorhergesehenen eintreten kann“ (Schwester Joan Chittister OSB) Auf einem solchen Spaziergang Anfang März im jüdischen Viertel der Altstadt Jerusalems kamen mir zwei Jungen auf einer Stiege entgegen. Der eine trug in seinen Händen zwei Krücken, der andere einen dritten Jungen über seiner Schulter. Da fiel mir eine Kurzgeschichte ein, in der ähnliches berichtet wird: „Sag, ist der nicht viel zu schwer für dich?“ fragt der Passant. „Nein, das ist mein Bruder!“, war die Antwort des Trägers.
Familie zu haben oder in einer anderen Gemeinschaft zu leben, ist manches Mal kein Honigschlecken. Es bedingt mitunter, den, der nicht mehr aus eigener Kraft kann, ein Wegstück Huckepack zu nehmen und mitzuschleppen, für ihn eine Hürde zu nehmen, dafür Sorge zu tragen, dass er nicht zurückbleibt, sondern weiter mit dabei ist. Das ist anstrengend und braucht Kraft, Ausdauer und Geduld.
Für den aber, der „hochgenommen wird“, ist dieses vertrauensvolle Wissen, dass er sich jetzt für diese Zeit tragen lassen kann, unendlich wertvoll: „Auch wenn ich gerade nicht aus eigener Kraft zu gehen vermag, ich werde nicht fallen gelassen. Es gibt sie, die Menschen, die bereit sind, mich zu tragen, auch dann, wann es manches Mal auch ertragen bedeutet.“ Darin liegt der grosse Wert einer verbindlichen Lebensgemeinschaft, die auch dann Bestand hat, wenn es Schwierigkeiten gibt. Eine solche Lebensgemeinschaft bedingt aber, dass man bereit ist, zuzupacken, wo es nötig ist, aber auch einzugestehen, dass man Hilfe braucht und diese auch annimmt. Oder wie es Schwester Joan Chittister ausdrückt: „Wir können uns einbilden, eine Gemeinschaft oder eine Familie zu sein; wenn wir aber nicht bereit sind, einander zu dienen, sind wir bestenfalls eine Wohngemeinschaft, in der jeder für sich lebt.“

In der alttestamentlichen Lesung des 2. Fastensonntages wird von der Verheissung Gottes an Abram berichtet: „Ein Segen sollst du sein!“ (Gen 12,2). Vieles im Leben ist nicht vollkommen, schon gar nicht die Mitmenschen um uns. Doch steckt in ihnen viel Segensreiches, sehr viel. Menschen werden füreinander zum Segen, wenn sie Höhen und Tiefen des Alltages miteinander teilen. Und der Mensch darauf vertrauen, dass Gott ihm die nötige Kraft dazu gibt, für dem, der dem Herzen nahe ist, da sein.

 

Bildunterschrift: Eine Gruppe jugendlicher jüdischer Schüler tanzt, singt und betet vor der Westmauer des Tempels in der Altstadt Jerusalems. Der 2. Fastensonntag wird in der katholischen Kirche Schweiz erstmals als Tag des Judentums begangen, in Erinnerung daran, dass das jüdische Volk die „älteren Brüder und Schwestern im Glauben“ ist.


 

Firmung 2009, Graz-St. Christoph
(mit freundlicher Genehmigung des Pfarramtes)

Komm, Heiliger Geist, heilige uns!
Erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht
nach der Wahrheit, dem Weg und dem vollen Leben.
Entzünde in uns dein Feuer,
dass wir selber davon zum Lichte werden,
das leuchtet und wärmt und tröstet.
Lass unsere schwerfälligen Zungen Worte finden,
die von deiner Liebe und Schönheit sprechen.

Schaffe uns neu,
dass wir Menschen der Liebe werden,
Deine Heiligen,
sichtbare Worte Gottes.
Dann werden wir das Antlitz der Erde erneuern,
und alles wird neu geschaffen.

Komm, Heiliger Geist,
denn die Geister der Dunkelheit bedrohen uns.
Komm, Heiliger Geist,
erleuchte uns,
stärke uns,
bleibe bei uns!

Gebet aus der Ostkirche

 

Gebet für unsere Pfarrei

Herr Jesus Christus,
du bist das Haupt deines Leibes der Kirche,
das Haupt auch unserer Pfarrei.

Wir bitten dich für alle Bewohner
unseres Dorfes:
Für die Gesunden und für die Kranken,
für die Fröhlichen und für die Traurigen,
für die Braut- und Eheleute,
für Eltern und für die Kinder,
für alle Menschen dieses Dorfes.

 Gib uns füreinander den Blick der Liebe,
das rechte Wort, die helfende Tat.

Hilf uns, einander zu geben,
wessen wir bedürfen,
auf dass einer trage des anderen Last.

 Lass uns immer mehr in dir eins sein,
wie du eins bist mit dem Vater,
damit wir dich immer besser erkennen,
du unser Herr und Erlöser.

Amen.
 

Gebet um Einheit

Da Du Gemeinschaft bist
Heiliger Gott
Stifte Gemeinschaft

Da Du Beziehung bist
Heiliger Gott
Knüpfe Beziehungen

Da Du Wort bist
Heiliger Gott
Gib unseren Worten Sinn

Da Du Einheit bist
Heiliger Gott
Führe zusammen

Da Du Vielfalt bist
Heiliger Gott
Befreie zur Vielfalt

(Anton Rotzetter)
 

 
Alle Jahre wieder - kommt die Steuererklärung. Manchmal damit auch der Kirchenaustritt.
Mit dem Versand der Steuererklärungen und dem Jahreswechsel häufen sich die Erklärungen des Kirchenaustrittes.
Auf Seite 1 der Steuererklärung hat man es ja schwarz auf weiss, was sich so manch´einer vielleicht gar nicht mehr bewusst ist, was er eigentlich ist: röm.kath.

"Jeder Taucher weiss, wie lange er ohne Sauerstoff auskommt. Leider merken wir oft zu spät, dass wir ohne Gott nicht auskommen können."
Immer wieder entscheiden sich Menschen, aus der Kirche auszutreten. Beweggründe gibt es viele: die einen fühlen sich durch die kirchliche Gemeinschaft zutiefst verletzt oder im Stich gelassen; die anderen führen äussere Gründe wie die Kirchensteuer an; diesen dürfte schon vorher längst der Glaube fremd geworden sein oder keinen Platz mehr im Alltag haben. Jeder Kirchenaustritt schmerzt. Jeder fehlt der Kirche, sagt Paulus: "Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit." Durch die Taufe gehört jeder unwiderruflich zur Gemeinschaft mit Christus. Insofern kann man eigentlich gar nicht austreten, man kann sich nur von Jesus Christus entfernen. In unserer Pfarrei versuche ich, mit jenen Menschen, die einen Kirchenaustritt erklärt haben, in Kontakt zu kommen, ihre Gründe zu hören und sie auf die Folgen des Kirchenaustrittes aufmerksam zu machen. Leider ist da "nicht viel mehr zu machen". Ich respektiere die Entscheidung, die schon lange vor meinem Anruf gefällt worden ist. Viel wichtiger wäre es, schon vorher ins Gespräch kommen zu können ...

Wenn man ein Stück des Lebensweges gegangen ist, wäre es an der Zeit, innezuhalten, ob die Entscheidung immer noch gilt. Manchmal kommt wahrscheinlich doch die Sehnsucht auf, wieder in der Gemeinschaft der Christen zu leben und zu feiern. Selten bedeutet der Kirchenaustritt eine klare Absage an den christlichen Glauben.

Der Schritt zurück ist oder scheint oft nicht leicht zu sein. Doch: die Tür steht offen. Ihre Seelsorger sind stets zu einem klärenden und helfenden Gespräch bereit. Es gibt verschiedene Formen der Wiederaufnahme in die Kirche; feierlich oder einfach - je nach Situation oder eigenen Vorstellungen.

Ich habe meine Steuererklärung ausgefüllt, bin bereit, auch meinen Anteil an der Kirche vor Ort zu geben, ...  und habe Freude, röm.kath. zu sein, wenngleich nicht alles in unserer Kirche "himmlisch" ist. Das II. Vatikanische Konzil spricht von einer pilgernden Kirche, einer Kirche, die unterwegs ist, einer Kirche, die immer wieder erneuert werden muss. "Seht, ich mache alles neu" (Offb 21,5)

Wenn Sie Fragen oder ein Anliegen rund um das Thema Kirchenaustritt/Kircheneintritt haben, freue ich mich, wenn Sie sich an mich wenden: Gabi Ceric, Pastoralassistentin, gabi.ceric@se-blattenberg.ch
Oder Sie verwenden folgenden Link auf die Bistumshomepage: http://www.bistum-stgallen.ch/_cgidata/mhscms/_images/12839-3-1.pdf
 

 

"Prime-Time: Stille": Eucharistische Anbetung
Das steckt dahinter: die „Prime-Time“ des Fernsehens ist die abendliche Hauptsendezeit des Fernsehens. Die Stille ist der optimale Ort, um Gott zu begegnen. Darum wollen wir in unserer Seelsorgeeinheit eine andere Art der „Prime-Time“ anbieten:

Prime-Time: Stille
Schlicht und einfach:
Still werden vor Gott – Da sein vor Gott
Mit wenig Worten und meditativen Liedern
Mit Impulsen aus dem Leben gegriffen

Für all´jene, die sich eine „Aus-Zeit“ im Alltag gönnen wollen …
Für all´jene, die mit Gott, gegenwärtig und sichtbar im ausgesetzten Allerheiligsten, ins Gespräch kommen wollen …
Für all´jene, die nach einem anderen spirituellen Angebot suchen …
Für all´jene, die so den Sonntag ausklingen lassen wollen …

Jeweils ein Mal im Monat am Sonntag von 19.00 bis ca. 19.50 Uhr in der Pfarrkirche, Oberriet.
 9. Oktober, 13. November
 

Mystisch und solidarisch – kirchliche Berufe:
Nach den Jahren der Berufungen wollen wir das gemeinschaftliche Gebet um geistliche und kirchliche Berufe fortsetzen. Neben der persönlichen Begegnung mit Jesus Christus in der „Prime-Time: Stille“ wollen wir jeweils am Donnerstag vor dem Herz-Jesu-Freitag im Anschluss an die Messe bis ca. 19.45 Uhr das Allerheiligste zum Gebet für geistliche und kirchliche Berufe aussetzen. Das Berufungsgeschehen ist ein geheimnisvolles Zusammenspiel von Gott und Mensch. Im Zusammenleben und –arbeiten wollen wir einen Raum und eine Atmosphäre schaffen, wo Menschen den Ruf Gottes hören und im Geist Jesu ihre Talente entdecken und einsetzen können. Wir laden alle ein, mit uns zu beten.

 

Alleinstehenden-Treff:
In unserer Pfarrei trifft sich jeweils am letzten Dienstag im Monat um 14.00 Uhr im Pfarreiheim eine Gruppe alleinstehender Frauen. Sie verbringen gemeinsam den Nachmittag (z.B. Spazieren, Spiele/Jassen, Kaffeetrinken, nach Absprache inhaltliche Impulse ...). Durch die Gemeinschaft und das Gespräch unterstützen sie sich gegenseitig. Diese Treffen ist für alle interessierte Frauen offen. Ansprechpersonen/Kontakt: Ursula Gächter (Tel. 071/761 18 29) oder Elisabeth Wittwer, Pfarreirat.


ORT DER RUHE UND BESINNUNG:    
 
Am Weiher im Naturschutzgebiet von Oberriet hat der Pfarreirat einen Ort der Ruhe eingerichtet:
mit Sitzgelegenheiten, Blumen und einen ausgehöhlten Baumstamm,
in dem besinnliche und biblische Texte zum Verweilen, zum Betrachten und zum Nachdenken einladen.
Zum Teil können diese Texte auch mitgenommen werden.
 

STERBEBEGLEITUNG/BEERDIGUNG/TRAUERBEGLEITUNG IN UNSERER PFARREI:

"Du bist gegangen - folgend einem Ruf,
dem keiner sich verweigern kann,
der eines Tages jedermann erreicht
und keinen auslässt.
Bisher konnt´ich dir folgen -
hier endet jedoch unerbittlich mein Geleit.
Loslassen muss ich dich,
die Hände können dich nicht halten.
Doch will ich dessen mich getrösten:
Erwartet wurdest du von dem,
der dich ins Leben rief." (Peter Klever)
 

1. Sterbebegleitung: "O Herr, gib jedem seinen eigenen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hat, Sinn und Not." (R. M. Rilke)

Die Sorge um den sterbenden Menschen und seinen Angehörigen zählt zu den wichtigsten Diensten einer Gemeinde.
Dem sterbenden Menschen eine liebe- und würdevolle Zeit des Abschiedes und des Fortgehens zu ermöglichen, ist Angehörigen ein Anliegen. Neben den notwendigen medizinischen und pflegerischen Massnahmen (z.B. Schmerzbehandlung) braucht es dazu auch die menschliche Nähe.
Angehörige sind in dieser Zeit, wenn sie das Sterben zuhause ermöglichen, einer grossen psychischen und physischen Belastung ausgesetzt. Nicht immer ist es machbar, beim Sterbenden zu sein. Dies trifft auch für das Pflegepersonal in Pflegeheimen und Krankenhäusern zu.
Kirchliche Sterbebegleitung bedeutet das Angebot von Gesprächen, oft auch "nur" das stille Da-Sein, das Wachen am Krankenbett, vielleicht auch das gemeinsame oder fürbittende Gebet, Segensfeiern oder andere Rituale, die das Abschiednehmen erleichtern ... Sterbebegleitung ist im wahrsten Sinne des Wortes "Seel-Sorge" - am sterbenden Menschen und an seinen Angehörigen. Gabi Ceric, Pastoralassistentin von Oberriet hat den Hospizgrundkurs absolviert und steht für diesen Dienst kostenlos zur Verfügung. Gottes Nähe und Liebe sind für die Sterbenden in den Sakramenten der Versöhnung, der Krankenkommunion und der Krankensalbung ("Versehgang") erfahrbar. Diese priesterlichen Dienste werden auf Wunsch ermöglicht.
Kontakt: Gabi Ceric, Tel. 071/760 02 15 oder 079/243 28 53. E-Mail: gabi.ceric@se-blattenberg.ch
 

2. Beerdigung/Abdankung:

Die kirchliche Beerdigung ist nicht nur ein Werk der Barmherzigkeit, sondern vielmehr Hilfe für die Angehörigen, sich vom Verstorbenen zu verabschieden, ihm "die letzte Ehre zu erweisen" und dabei ihr Leid und ihre Trauer in der Kraft den christlichen Glaubens zu tragen. Sie wissen sich dabei in die Gemeinschaft der Glaubenden eingebunden. Dies kann Trost und Kraft schenken.

Unsere Pfarrei bringt ihr Geleit auf vielfältige Art zum Ausdruck:
Vor der Beerdigung: Wenn der Beerdigungszeitpunkt feststeht, läuten die Kirchenglocken ("Endläuten"). Im Trauergespräch werden mit den Angehörigen die Totenrosenkränze vereinbart.  Wenn die Angehörigen anstelle des Rosenkranzes ein gestaltetes Totenwach-Gebet wünschen, ist dies möglich. Für den Verstorbenen wird bis zur Verabschiedung bei jedem Rosenkranzgebet und Gottesdienst gebetet.
Nach der Beerdigung wird jeweils eine Messe als 2. und 3. Gedächtnis gefeiert, sowie um den Jahrestag. Der Verstorbenen des vergangenen Jahres wird besonders im Allerseelen-Gottesdienst gedacht.

Beerdigung oder Urnenbeisetzung? Beides sind röm.kath. Bestattungsformen. Bei der Wahl sollen die Wünsche des Verstorbenen und der Angehörigen berücksichtigt werden.  Aus Achtung vor der Einzigartigkeit des verstorbenen Menschen möge man darum besorgt sein, dass auch die Urne einen (mit Namen versehenen) Platz erhält. 

Kirchliche Beerdigung bei Menschen, die aus der röm.kath. Kirche ausgetreten sind? Mit dem Kirchenaustritt erlischen mit den Pflichten auch die Rechte, d.h. auch der Anspruch auf eine kirchliche Beerdigung. Wenn eine kirchliche Bestattung den hinterbliebenen Angehörigen ein grosses Anliegen ist und wenn es nicht dem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen widerspricht, wird der zuständige Seelsorger/die zuständige Seelsorgerin im Gespräch die passende Form der kirchlichen Begleitung und Verabschiedung finden.

Immer wieder stehen Angehörige vor vielen offenen Fragen, wenn der Tod eines lieben Menschen eingetreten ist. Viele Entscheidungen sind innerhalb kurzer Zeit zu treffen (Art der Bestattung; Auswahl des Sarges, des Blumenschmuckes, der Todesanzeige, Vorbereitung der Abdankung und des Leidmahles ...). Die Seelsorger raten, im Vorfeld mit den Angehörigen auch über diese Dinge des Lebens zu sprechen bzw. Wünsche niederzuschreiben und an einem Ort (oder einer Vertrauensperson) zu deponieren, der im Todesfall leicht zugänglich und erreichbar/bekannt ist. Die Seelsorger Ihrer Pfarrei stehen Ihnen auch hierfür helfend/beratend zur Seite.

Die politische Gemeinde Oberriet hat ein Merkblatt für die Angehörigen bei einem Todesfall herausgegeben (erhältlich beim Zivilstandsamt/Bestattungswesen, Tel. 071/763 64 90).
 

3. Trauerbegleitung:

„Eine Beerdigung dauert zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde, ein Trauerjahr 8760 Stunden!“(Ruthmarijke Smeding)
"Den eigenen Tod stirbt man - mit dem Tod anderer muss man leben."

Nachdem alle Feierlichkeiten und Formalitäten rund um den Tod eines Angehörigen abgeschlossen sind, beginnt wieder der Alltag. Je nachdem, wie nah der Kontakt/das Zusammenleben mit dem Verstorbenen war, wie eng der eigene Alltag mit dem Leben und Sterben des Menschen verwoben war, wird auch die Erfahrung von Trauer sein. Doch: Jeder Mensch trauert anders - und jeder trauernde Mensch braucht seine Zeit. Wenn von pfarreilicher Trauerbegleitung die Rede ist, ist primär jene Begleitung gemeint, die es gibt, wenn Menschen am Leben anderer Anteil nehmen: wenn für die Verstorbenen (und Trauernden) im Sonntagsgottesdienst eine Fürbitte gebetet wird; wenn beim Suppensonntag oder beim Kirchgang nach dem Befinden des Trauernden gefragt wird ...
Trauerbegleitung im engeren Sinn meint die seelsorgerliche Begleitung in Einzelgesprächen.
Es kann für Trauernde auch hilfreich sein, an speziellen, regionalen Gesprächskreisen teilzunehmen und so miteinander die Trauer zu teilen.
Kontakt/Information: Gabi Ceric, Tel. 071/760 02 15 oder 079/243 28 53. E-Mail: gabi.ceric@se-blattenberg.ch


Links für Trauer in besonderen Situationen:
Wenn ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben ist: www.sternenkinder.muschel.net
Wenn ein Kind abgetrieben worden ist: www.rahel-ev.de/html/h_hilfe.html
Wenn ein Kind gestorben ist: www.verwaiste-eltern.de

" Du warst ein Kind der Hoffnung,
unsere Liebe umhüllte dich,
unsere Fantasie schmückte dein Leben aus.

Du warst ein Kind der Freude.
Wie eine Blüte ging unser Herz auf,
denn wir erwarteten dich voller Sehnsucht.

Du warst ein Kind des Lebens.
Wir wollten Leben weitergeben
und uns selbst beschenken lassen.

Du bleibst unser Kind.
du bist ein Kind der Sehnsucht,
das zu einem Kind der Trauer wurde.

Du hast sie nicht oft gesehen,
den Sonnenglanz und die Mondsichel.
Du hast nicht in unsere leuchtenden Augen geschaut.

Nun aber siehst du das Licht,
das strahlende, wärmende Licht
der Liebe Gottes.
auch du wohnst im Hause Gottes,
wo viele Wohnungen sind.

Du bist gesegnet
du Kind der Hoffnung, der Freude
und des Lebens.
Und mit dir ist gesegnet
unsere Trauer um dich,
du Kind bei Gott.

aus "Segen strömt aus der Mitte" von Hanne Strack
(mit freundlicher Genehmigung der Autorin; www.hanne-strack.de)

Die nächste Gedenkfeier "Worldwide Candle Lighting" für Kinder, die vor, während oder nach der Geburt gestorben sind, findet am 2. Sonntag im Dezember um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche Oberriet statt. Eingeladen sind direkt oder indirekt Betroffene, aber auch Menschen, die für diese Mütter und Väter, für diese Familien, für die Kinder beten und ihrer gedenken wollen.